Wirtschaftshilfen November 2020

Wirtschaftshilfen November 2020

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Mitteilung vom 27.11.2020

Antrag jetzt möglich: Außerordentliche Wirtschaftshilfe für den November 2020

Die Corona-Novemberhilfe kann ab sofort beantragt werden. Solo-Selbstständige, die bislang keinen Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt haben, können mit einem Direktantrag im eigenem Namen (ohne prüfenden Dritten) bis 5.000 EUR beantragen.

Die Vollzugshinweise für die Gewährung der Corona-Novemberhilfe sowie das aktualisierte Eckpunktepapier können Sie hier sehen (Quelle Steuerberaterkammer Thüringen).

Mehr erfahren auf der Plattform des BMWi unter Novemberhilfe

 


Mitteilung vom 06.11.2020

die Details zur Novemberhilfe konkretisieren sich. Auch wenn noch nichts verbindlich feststeht, zeichnen sich Entwicklungen ab, auf die wir Sie gern hinweisen möchten. Bitte beachten Sie unsere drei Tipps:

Anrechnung Kurzarbeitergeld auf die Wirtschaftshilfe

Kurzarbeitergeld, das für den November gezahlt wird, soll 1:1 auf die Wirtschaftshilfe angerechnet werden.

Tipp: Sie sollten daher die Mitarbeiter den restlichen Jahresurlaub im November nehmen lassen und nur für die verbleibende Zeit gegebenenfalls Kurzarbeitergeld beantragen. So kann vermieden werden, dass eine Anrechnung des Kurzarbeitergelds auf die Wirtschaftshilfe erfolgt. Der Urlaub würde ja ohnehin irgendwann genommen werden. Sollte kein Urlaub im November genommen werden können, weil der Urlaub schon aufgebraucht oder anders verplant ist, sollte natürlich Kurzarbeitergeld beantragt werden.

Keine Anrechnung von Umsätzen bis zu 25%

Sollten Sie während des Schließungszeitraums im November Umsätze erzielen, zum Beispiel durch Warenverkäufe, werden diese nicht auf die Wirtschaftshilfe für November angerechnet, sofern die Grenze von 25% des November Vorjahresumsatzes nicht überschritten wird.

Tipp: Versuchen Sie auch im Schließungszeitraum noch Umsätze zu erzielen, zum Beispiel durch Warenverkäufe. Diese Umsätze gibt’s on top zur Wirtschaftshilfe, sofern die Grenze von 25% nicht überschritten wird.

Sonderfall: Außerhausverkäufe Gastronomie

Bei der Ermittlung der Wirtschaftshilfe (75% des Vorjahresumsatzes) werden keine Außerhausverkäufe berücksichtigt. Auf der anderen Seite werden allerdings auch keine Umsätze aus Außerhausverkäufen von Speisen im November 2020 auf die Wirtschaftshilfe angerechnet. Das bedeutet, Sie können in unbegrenzter Höhe Umsätze aus Außerhausverkäufen mit Speisen im November 2020 tätigen ohne dass eine Anrechnung erfolgt.

Tipp: Wenn Sie einen Gastronomiebetrieb unterhalten, sollten Sie in Erwägung ziehen, Außerhausverkäufe anzubieten. Sollten Sie bisher nicht im Außerhausgeschäft tätig sein, stellen Sie sich möglicherweise die Frage, ob sich dies überhaupt lohnt oder die Kosten hier höher sind als die erzielbaren Umsätze. Hier ist es möglicherweise sinnvoll, die Außerhausverkäufe nicht zu den regulären Öffnungszeiten Ihres Restaurants anzubieten, sondern ggf. nur zu den üblichen Stoßzeiten. So könnten Kosten und Nutzen optimiert werden.

 

Die Beantragung der November Wirtschaftshilfe soll durch uns als Steuerberater erfolgen. Ab wann eine Beantragung möglich ist, ist noch nicht bekannt. Hierüber und auch über alle weiteren Entwicklungen halten wir Sie selbstverständlich auf dem Laufenden. Im Anhang finden Sie ein Dokument mit den bisher bekannten Details zur Novemberhilfe. Und hier der Link zu den offiziellen FAQ:  Fragen und Antworten – Außerordentliche Wirtschaftshilfe – Novemberhilfe 

 


Mitteilung vom 29.10.2020

Sie verfolgen sicherlich mit großen Interesse die Beschlüsse der Bund-Länder-Kommission vom Mittwoch, 28.10.2020. Ich tue das auch. Mit diesem Schreiben möchte ich die Informationen einordnen und Ihnen zwei Empfehlungen geben.

Der wichtigste Beschluss ist die so genannte Wirtschaftshilfe für Betriebe, die im November schließen sollen: Sie soll für Firmen bis maximal 50 Mitarbeitern 75 Prozent des Umsatzes des Vorjahresmonats betragen. Größere Firmen sollen ebenfalls derart gefördert werden, wobei die Prozentsätze dafür noch nicht feststehen. Bestehende Hilfsmaßnahmen sollen zudem als so genannte Überbrückungshilfe 3 angepasst und fortgeführt werden (2020-10-28-mpk-beschluss-corona, Punkt 11).

Die Beschlüsse sind derzeit eine reine Absichtserklärung. Laut den Presseberichten sollen die Details in den kommenden zwei Wochen konkretisiert werden. Dies gilt es abzuwarten. Besonders interessant wird es nämlich sein, inwieweit die Wirtschaftshilfe in Konkurrenz zur Überbrückungshilfe 2 stehen wird. Wird sie auf die vorherigen Hilfen angerechnet oder wird sie nur exklusiv ausgezahlt? Das soll sich in den kommenden Tagen klären.

Empfehlung 1:
Um unnötige Kosten zu vermeiden, rege ich daher an, mit dem Antrag auf Überbrückungshilfe 2 so lange zu warten, bis die Rahmenbedingungen der Wirtschaftshilfe und der Überbrückungshilfe 3 feststehen. Warum? Weil möglicherweise die Wirtschaftshilfe nur gezahlt wird, wenn zuvor keine Überbrückungshilfe 2 beantragt wurde. Etwaige Anträge auf Überbrückungshilfe 2 wären dann zurückzuziehen, was mit Kosten verbunden ist. Ich werde in dieser Sache unaufgefordert auf Sie zukommen, sobald die Details feststehen. Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie entgegen unserer Empfehlung die Überbrückungshilfe 2 jetzt schon beantragen wollen.

Empfehlung 2:
Kurzarbeit – Viele von Ihnen haben bereits Kurzarbeit beantragt. Bitte beachten Sie den beantragten Zeitraum: Ist er vielleicht schon abgelaufen? Vorsicht Falle: Bei einer zusammenhängenden Unterbrechung ab drei Monaten muss ein Arbeitsausfall danach erneut angezeigt werden. Der alte Antrag deckt dies nicht mehr ab (BDA-FAQ-Kurzarbeitergeld, Punkt 9).

Ich bleibe am Ball und studiere die Presseberichte und die Fachmedien sehr genau, um das Beste für Sie herauszuholen. Gemeinsam werden wir auch diese Krise bestehen.

P.S.: Für Unternehmen bis zu zehn Mitarbeitern gibt es darüber hinaus gute Nachrichten: Sie können jetzt auch den kfw-Schnellkredit beantragen, was bisher größeren Firmen vorbehalten war. Dieser Kredit ist attraktiv gestaltet:

* Voraussetzung: Positives Jahresergebnis 2019 oder kumuliertes positives Jahresergebnis 2017 bis 2019
* Voraussetzung: Begrenzung der Geschäftsführer-Vergütung auf 150.000 EUR brutto pro Jahr. Keine zusätzlichen Gewinnausschüttungen.
* Zinssatz 3%
* Laufzeit bis zu 10 Jahre
* zwei Jahre tilgungsfrei
* Höchstbetrag 800.000 EUR
* Keine Sicherheiten
* Jederzeit ohne Vorfälligkeitsentschädigung ablösbar
* Infos gibt es hier

 


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