Überbrückungshilfe 3. Phase 2021

Überbrückungshilfe 3. Phase 2021

mit Neustarthilfe für Soloselbständige

Aktuelle Mitteilungen

 

10.02.2021 Die Überbrückungshilfe III kann ab sofort beantragt werden

Die Überbrückungshilfe für die 3. Phase (bis Juni 2021) kann ab sofort beantragt werden. Die Antragsfrist endet am 31. August 2021. mehr Infos (Bundesministerium), Pressemitteilung vom 10.02.2021 (Bundesministerium)

27.01.2021 Überblick über die Überbrückungshilfe 3. Phase (bis Juni 2021)

Überbrückungshilfe – verbessert, erweitert und aufgestockt. mehr Infos (Bundesministerium)

Mitteilung vom 16.12.2020:

Die bisherige Überbrückungshilfe wird bis zum 30.06.2021 verlängert und erweitert. Dabei wird eine Neustarthilfe für Soloselbstständige eingeführt. In der Bund-Länder-Runde am 13.12.2020 wurde der Förderhöchstbetrag deutlich erhöht.

Die Antragstellung wird aktuell vorbereitet und wird wieder über die IT-Plattform der Überbrückungshilfe erfolgen. Der Antrag wird über Steuerberater  erfolgen. Soloselbstständige, die nicht mehr als 5.000 EUR Förderung beantragen, können die Anträge mit ihrem ELSTER-Zertifikat direkt stellen.

 

Das Programm

 

Zahlreiche Mandanten waren und sind auch weiterhin von den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie besonders betroffen. Um das wirtschaftliche Überleben dieser Unternehmen zu sichern, legen Bund und Länder seit Monaten stets neue Wirtschaftshilfen auf. Wir geben einen aktuellen Überblick.  

Am 24.01.2021 wurden Einzelheiten zur Überbrückungshilfe III (3. Phase bis Juni 2021) veröffentlicht und wie es aussieht, ist hier tatsächlich eine starke Erweiterung vorgenommen worden.  

Wer ist antragsberichtigt?  

Antragsberechtigt ist  jeder  (branchenunabhängig) der im jeweiligen Fördermonat (November 2020 bis Juni 2021)  einen Umsatzrückgang von mindestens 30%  gegenüber dem Vergleichsmonat in 2019 hat. Bitte beachten Sie, dass immer mit 2019 verglichen wird und für 2021 natürlich nichtmit 2020. Eine zweistufige Prüfung (die auch einen Umsatzrückgang in den Vormonaten erfordert), wie bei der Überbrückungshilfe 1 und 2 erfolgt nicht mehr. Ob es noch Einschränkungen für Neugründer und Soloselbständige im Nebenerwerb oder private Vermieter gibt, bleibt allerdings noch abzuwarten.  

 Wieviel wird erstattet?  

Die Höhe der Zuschüsse orientiert sich – wie auch bei der Überbrückungshilfe 1 und 2 – am Umsatzrückgang. Es ergeben sich folgende Erstattungssätze:   

  • bei einem Umsatzrückgang von 30 bis 50 Prozent werden bis zu 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet,  
  • bei einem Umsatzrückgang von 50 Prozent bis 70 Prozent werden bis zu 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet und  
  • bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 Prozent werden bis zu 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten gezahlt.  

Der Höchstbetrag wurde auf 1,5 Mio. EUR pro Monat angehoben. Dies gilt unabhängig von der Unternehmensgröße. Hier sind allerdings auch die Obergrenzen des europäischen Beihilferechts zu beachten. Diese betragen aktuell insgesamt 4 Mio. EUR und werden daher nur in Ausnahmefällen erreicht.  

Muss ich Verluste bzw. ungedeckte Fixkosten nachweisen?  

Der Nachweis von Verlusten ist nur bei einer Gesamtförderung von über 1 Mio. EUR nötig, also nur in Ausnahmefällen. Sofern dies bei Ihnen der Fall sein sollte, werden wir Sie im Rahmen der Antragstellung hierauf hinweisen.  

Welche Fixkosten werden erstattet?  

Zunächst sind alle Fixkosten, die bei der Überbrückungshilfe 1 und 2 angesetzt werden können, auch bei der Überbrückungshilfe 3 erstattungsfähig. Zur Übersicht ist der aktuelle Fixkostenkatalog zur Überbrückungshilfe 2 unter den weiteren Informationen, da es für die Überbrückungshilfe 3 noch keinen gibt.  

Zusätzlich sind bei der Überbrückungshilfe 3 Kosten erstattungsfähig: Abschreibungen auf Wirtschaftsgüter bis zu einer Höhe von 50% des Abschreibungsbetrags, Investitionen in Digitalisierung. WICHTIG: Bauliche Maßnahmen für Hygienemaßnahmen sowie Investitionen in Digitalisierung sind auch förderfähig, wenn sie außerhalb des Förderzeitraums entstanden sind.  

Gibt es auch Hilfen für Soloselbständige mit nur geringen Fixkosten?  

Ja, für Soloselbständige kann eine einmalige Betriebskostenpauschale (sog. Neustarthilfe) als Fixkosten angesetzt werden. Die Betriebskostenpauschale wird wie folgt ermittelt:  

Gesamtumsatz 2019 x 25% = Betriebskostenpauschale  

Für Soloselbständige, die Ihre Tätigkeit erst ab dem 01.01.2019 aufgenommen haben, gelten hier nochmal besondere Regeln. Maximal kann ein Betrag von 7.500,00 EUR als Betriebskostenpauschale angesetzt werden.  

Ab wann kann die Antragstellung erfolgen und wie soll die Auszahlung erfolgen?  

Die Antragstellung soll ab Februar 2021 möglich sein. Wir informieren Sie selbstverständlich umgehend, wenn eine Konkretisierung erfolgt ist. Im Februar sollen auch bereits die ersten Abschlagszahlungen erfolgen. Es sind Abschläge bis zu einem Betrag von 100.000 EUR möglich. Die ersten endgültigen Bescheide sollen ab März 2021 ergehen.   

Soloselbständige haben die Möglichkeit, die Neustarthilfe selbst zu beantragen. Hierzu benötigen Sie ein Elster-Zertifikat. Sofern Sie noch keines haben, kann dieses bereits jetzt beantragt werden. Alle nötigen Informationen finden Sie unter folgendem Link: https://www.elster.de/eportal/registrierung-auswahl  

Anrechnung der Neustarthilfe auf Sozialleistungen: Auf Leistungen der Grundsicherung und ähnliche Leistungen ist die Neustarthilfe aufgrund ihrer Zweckbindung nicht anzurechnen.

Form der Auszahlung: Die Neustarthilfe soll als Vorschuss ausgezahlt werden, auch wenn die konkreten Umsatzeinbußen während der Laufzeit Dezember 2020 bis Juni 2021 bei Antragstellung noch nicht feststehen.

Neues erfahren – kurz und schnell: Neuigkeiten ansehen 

 

Weitere Informationen

 

Überblick über die Überbrückungshilfe III (Bundesministerium) 

Fixkostenkatalog (Stand 07.01.2021, Bundessteuerberaterkammer)

Wichtige Tipps und Infos für Unternehmer zu Corona (Datev-Trialog, ständig aktualisiert)

Veröffentlicht in Corona, Steuer.